Der Frachtenmarkt für Straßentransporte bleibt angespannt. Hohe Kraftstoffkosten, steigende Betriebskosten, der anhaltende Fahrermangel und geopolitische Spannungen beeinflussen die Transportpreise und die Verfügbarkeit von Laderaum. Eine Entspannung ist aktuell nicht absehbar. In der Logistik bedeutet das neben steigenden Transportkosten auch eine zunehmend anspruchsvollere Planung von Warenströmen.
Ein wesentlicher Kostentreiber bleibt der Dieselpreis, da er sich unmittelbar auf die Kalkulation der Speditionen auswirkt. Auch der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) weist auf eine anhaltende Belastung durch hohe Dieselpreise hin.
Der strukturelle Fahrermangel verschärft die Situation zusätzlich: Nach Angaben des BGL fehlen in Deutschland rund 120.000 Lkw-Fahrer*innen – Tendenz weiter steigend. Der Wegfall der Fahrausbildung bei der Bundeswehr sowie die hohen Kosten für Führerschein und Berufskraftfahrerqualifikation in Höhe von rund 7.500 Euro bis über 10.000 Euro erschweren die Nachwuchsgewinnung in der Branche. Als Folge bleiben die Transportkapazitäten begrenzt – gerade in Zeiten höherer Nachfrage oder saisonaler Spitzen ist kurzfristig verfügbarer Laderaum daher schwer zu finden.
Ähnlich sieht es bei den Seefrachten aus. Obwohl sich der Seeverkehr durch den Suezkanal erholt, liegt er noch deutlich unter dem Niveau vor der Krise im Roten Meer. Das zeigt auch der Red Sea Transit Monitor von Lloyd: Im August 2026 wurden gerade einmal 184 Containertransits registriert, während es im August 2023 noch 549 waren. Gleichzeitig kehren erste große Reedereien auf die Suez-Route zurück. Maersk und Hapag-Lloyd haben bereits weitere Containerdienste über das Rote Meer für die kommenden Wochen angekündigt. Da die Sicherheitslage jedoch volatil bleibt, sind erneute Umleitungen weiterhin möglich.
Für die kommenden Monate bleibt daher eine vorausschauende Transportplanung entscheidend. Frühzeitige Abstimmungen mit Logistikpartnern und eine möglichst langfristige Sicherung benötigter Transportkapazitäten können dazu beitragen, kurzfristige Engpässe und zusätzliche Kosten zu vermeiden. Mit unserem Team sind wir bestens aufgestellt, behalten die Lage im Blick und finden passende Lösungen.
