Seit dem Ende der Winterernte im Dezember ist das Angebot an Ananas in Thailand gesunken. Im Februar lag es nur noch bei 4.000 Tonnen pro Tag, der Preis bewegte sich zwischen 7,80 und 8,20 THB je Kilogramm Rohware. Wie sich Angebot und Preise bis zur Sommerernte ab April entwickeln werden, hängt nun maßgeblich von der Regenmenge ab. Die Packer zeigen sich wenig optimistisch. Auch der Verband thailändischer Lebensmittelverarbeiter (TFPA) hat seinen Forecast für 2026 reduziert – vor allem wegen eines möglichen El Niño bzw. dessen Auswirkungen. Modelle und Wetterdienste deuten darauf hin, dass El Niño bereits im April in Thailand beginnen könnte. Hitze und Trockenheit würden die Sommerernte unmittelbar betreffen. Wie sich das Wetter tatsächlich entwickelt, bleibt jedoch abzuwarten.
Auch beim Wechselkurs THB/USD gibt es Bewegung: Da der thailändische Baht gegenüber dem US-Dollar sehr stark geworden ist, könnte der Import von Früchten hierzulande teurer werden.
Zuletzt ein Blick auf die Nachfrage: Insbesondere Ananas in Dosen – vor allem Stückware – werden aktuell in Osteuropa, den USA und in Asien stark nachgefragt. Dagegen ist die Nachfrage nach Ananasfruchtsaftkonzentrat gesunken, ebenso die Preise. Viele Hersteller von Fruchtsaftkonzentraten warten daher die Sommerernte ab.
