Irankrieg
Lieferketten unter Druck

Nach Ausbruch des Irankriegs geraten internationale Lieferketten zunehmend unter Druck. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) Anfang der Woche berichtete, spitzt sich die Lage auf wichtigen See- und Luftverkehrsrouten weiter zu. Rund 170 Containerschiffe mit etwa 450.000 Containern sitzen laut Lloyd’s List im Persischen Golf fest. Reedereien reagieren mit Umleitungen und kriegsbedingten Risikozuschlägen von bis zu 1.500 US-Dollar pro Container, Versicherer schränken ihre Deckung ein. Auch der Luftverkehr in zentralen Drehkreuzen der Golfregion ist erheblich beeinträchtigt – mit direkten Folgen für Frachtströme zwischen Asien und Europa. Die FAZ verweist zudem auf erste Lieferverzögerungen im Handel, unter anderem bei Plattformen wie Amazon. Konkrete Engpässe im Lebensmittelhandel werden bislang nicht genannt. Allerdings dürften steigende Frachtkosten und längere Transitzeiten auch den Food-Bereich treffen – insbesondere bei Importware aus Asien oder dem Mittelmeerraum sowie bei Verpackungsmaterialien. Ein flächendeckender Lieferstopp gilt derzeit als unwahrscheinlich, Preisaufschläge und Verzögerungen hingegen als realistisch.

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